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Veröffentlicht von admin am Mittwoch, 07. September 2011 (457 mal gelesen) Thema: aktuelle News
Internationale Delegation zur
Aufklärung von Kriegsverbrechen und Anklage der Täter Über
120 Massengräber, in denen die Leichen von mehr als 1.500 Menschen vermutet
werden, zeugen von der Grausamkeit und den Kriegsverbrechen an der kurdischen
Bevölkerung.
Seit über 10 Jahren bemühen
sich die Samstags- und Friedensmütter, Menschenrechtsvereine und
Angehörigenorganisationen wie IHD, TIHV oder MEYA-Der unter schwersten
Bedingungen um eine Aufklärung der Massaker der türkischen Armee in den Regionen
Siirt, Bitlis, Diyarbakir, Van, Batman, Hakkari, Bingöl, Sirnak, Mardin, Elazig,
Agri, Dersim, Igdir und Antep. Erstmalig
wurde nun in Zusammenarbeit mit verschiedenen Initiativen,
Menschenrechts- und Frauenorganisationen aus Deutschland und der Schweiz eine internationale
Delegation zusammengestellt, die im Zeitraum zwischen dem 14. und 25.
September 2011 Massengräber in der
Region Van bei Catak untersuchen wird. Dort waren am 23. Oktober 1998 bei einer Operation des türkischen
Militärs ca. 40 GuerillakämpferInnen der Volksbefreiungsarmee Kurdistans (ARGK)
eingekreist und getötet worden. AugenzeugInnen berichten, dass einige der
GuerillakämpferInnen unbewaffnet von den Soldaten gefangengenommen und kurz
darauf grausam zu Tode gefoltert wurden.
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Veröffentlicht von admin am Mittwoch, 07. September 2011 (470 mal gelesen) Thema: aktuelle News
Offener
Brief an den Europarat
An den Generalsekretär des Europarats
Herrn Thorbjørn Jagland
F – 67075 Strassbourg Cedex
Frankreich
E-mail:private.office@coe.int
Fax:0033
388 412 799
Sehr geehrter Herr Jagland,
als kurdische Frauen sind wir in tiefer
Sorge über die aktuellen Entwicklungen in unserem Land und der Türkei. Deshalb
wenden wir uns mit dem dringenden Gesuchen an Sie, Initiativen für eine
demokratische Lösung der kurdischen Frage zu unterstützen.
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Veröffentlicht von admin am Mittwoch, 07. September 2011 (370 mal gelesen) Thema: aktuelle News
Schluss
mit dem systematischen Krieg gegen Frauen - Stoppt den Feminizid!
Seit dem Jahr 2008 hat die kurdische Frauenbewegung eine Reihe an
Kampagnen initiiert, mittels derer sieverschiedene Formen von Gewalt gegen Frauen thematisiert und bekämpft. Ziel dieser
Kampagnen ist es, anhand eines konkreten Themas die systematische Gewalt gegen
Frauen ans Tageslicht zu bringen, den Widerstand gegen patriarchale Unterdrückung zu organisieren und
gemeinsam für gesellschaftliche Veränderung zu kämpfen. Zunächst unter dem
Motto „Stoppt Frauenmorde - Keine Morde im Namen der Ehre!“, dann mit
der Losung „Wir sind Frauen. Wir sind niemands Ehre. Unsere Ehre ist unsere
Freiheit!“ und schließlich
im Jahr 2010 unter dem Titel „Unser Freiheitskampf wird der
Vergewaltigungskultur ein Ende bereiten!“ erstellten sich Frauen in allen
vier Teilen Kurdistans und der Diaspora ihre eigene Tagesordnung.
Hunderttausende Frauen beteiligten sich an Demonstrationen, lokalen
Kundgebungen, Seminaren und Aktionen. Im Rahmen dieser Kampagnen lösten
kurdische Frauen weitreichende politische und gesellschaftliche Diskussionen
aus: Das patriarchale Verständnis von der Frau als „Ehre“ und Besitz des Mannes
sowie die Vergewaltigung als Instrument
der Herrschaftsausübung, die mit der Ausbeutung, Vereinnahmung und
Fremdbestimmung von Frauen einhergeht, wurden entlarvt und geächtet.
Bei der Auswertung dieser Kampagnen zog die kurdische
Frauenbewegung insgesamt ein positives Fazit. Jedoch kam sie zu dem
Entschluss, die Kontinuität und eine stärkere internationale Vernetzung des
anti-sexistischen Kampfes über eine Erweiterung der Kampagne zu gewährleisten.
Daran anschließend, gab die kurdische Frauenbewegung am 8. März 2011 unter der
Devise „Stoppt den Feminizid!“ den
Start zu einer weiteren Kampagne. Denn Frauenmorde und Vergewaltigungen, die
vielschichtige Gewalt gegen Frauen, die Frauen aufgrund ihres Geschlechtes das
Recht auf Leben und Selbstbestimmung abspricht, tragen das Ausmaß eines
systematischen, ideologischen und physischen Krieges.
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Veröffentlicht von admin am Freitag, 20. Mai 2011 (370 mal gelesen) Thema: aktuelle News
Wer schweigt, stimmt zu! Warum schweigt Europa zu den Angriffen auf Kurdinnen und Kurden in der Türkei? Im Vorfeld der Parlamentswahlen eskaliert die AKP-Regierung den Krieg und die Angriffe gegen Kurdinnen und Kurden in der Türkei. Menschenrechtsorganisationen berichten, dass in allen Teilen des Landes Razzien und Verhaftungswellen gegen kurdische PolitikerInnen und AktivistInnen sowie UnterstützerInnen des Wahlbündnisses „Block für Arbeit, Demokratie und Freiheit“ andauern. Im Zuge von Massenprotesten der kurdischen Bevölkerung war der Hohe Wahlrat der Türkei gezwungen gewesen, seine anti-demokratische Entscheidung, die KandidatInnen des Wahlblocks von den Wahlen auszuschließen, wieder rückgängig zu machen. Demgegenüber wurden allein in den Tagen zwischen dem 24. März und dem 11. Mai 2011 mindestens 2.506 Personen verhaftet; unter ihnen befinden sich auch Kinder und Jugendliche sowie Frauen im Alter von bis zu 70 Jahren. Während die Gefängnisse überfüllt sind, kommen täglich neue Festnahmen hinzu. Die kurdischen Gebiete befinden sich defacto im Ausnahmezustand.
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Veröffentlicht von admin am Dienstag, 10. Mai 2011 (827 mal gelesen) Thema: aktuelle News
Aufruf zum 7. Internationalen Zilan Frauenfestival: Gemeinsam durchbrechen wir die Vergewaltigungskultur - Kampf dem Feminizid!
Zum siebten Mal veranstalten wir am 11. Juni 2011 das Internationale Zilan Frauenfestival. Auch in diesem Jahr laden wir Frauen aus allen Ländern ein, das Festival als eine Möglichkeit des kulturellen Austausches zu nutzen, um Frauenperspektiven und unsere gemeinsame Suche nach Frieden, Freiheit und Demokratie zu stärken. Hierdurch wollen wir die Mauern von Krieg, Gewalt, Sexismus, Rassismus und Nationalismus einreißen und die Vergewaltigungskultur durchbrechen, die Frauen durch das patriarchale System aufgezwungen wird. Die sexistische Ausbeutung, Vereinnahmung, Beschlagnahmung und Fremdbestimmung von Frauen - die wir als Vergewaltigungskultur bezeichnen - durchdringt offen oder subtil alle Lebensbereiche, beeinflusst unser Denken und Handeln. Vergewaltigung ist eine Methode patriarchaler Unterdrückung, Einschüchterung und Versklavung. Sie soll uns unserer Identität, unseres Selbstbewusstseins, unserer Kraft und Solidarität berauben.
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